„Ich bin immer die Erste vor Ort“ – Sabine D., Berufsrettung

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Mir wurde der Job mehr oder weniger in die Wiege gelegt. Beide Eltern waren Sanitäter, so war es für mich ein leichtes, den Berufsweg zu gehen, und jetzt mache ich den Job seit mittlerweile sechseinhalb Jahren.

Wie würdest du deinen Beruf beschreiben?

Der Job ist wunderschön, aber auch sehr fordernd und anstrengend. Man muss in kürzester Zeit wichtige, möglicherweise lebenswichtige Entscheidungen treffen. Aber der Druck und Stress zahlen sich aus, wenn man dann den dankbaren Blick des Patienten sieht und weiß, man war in der Not für ihn da und hat geholfen. Das ist eines der schönsten und berührendsten Gefühle, die es gibt.

Mit welchen Gefühlen gehst du aus einem Dienst raus?

Ich geh mit verschiedensten Gefühlen aus dem Dienst. Meistens sind es schöne Gefühle. Auch wenn der Job natürlich sehr anstrengend und fordernd ist und ich beim Heimgehen immer sehr müde bin, ist es einfach ein schönes Gefühl zu wissen, man hat Menschen in einer Notlage geholfen.

Welche Momente willst du auf keinen Fall missen?

Ein ganz besonderer Moment ist immer der unglaublich dankbare Blick der Menschen, wenn man sie an den Arzt im Spital für die weitere Versorgung übergibt, nachdem man in dem Moment für sie da war, wo sie sonst keinen hatten.

Warum bist du so wichtig für die Stadt Wien?

Ich glaube, ich bin wegen der Empathie wichtig, weil ich mich in die Menschen reinfühlen kann. Aber sicher bin ich es wegen der extrem guten Ausbildung, die das Rettungswesen in Wien vermittelt. Weil ich diese Ausbildung in der Notfallrettung einsetze. Dort braucht man Menschen, die für einen da sind, wenn man verletzt oder erkrankt ist.

Was würdest du jungen Menschen empfehlen?

Ich würde jungen Menschen empfehlen, sich für die Berufsrettung zu entscheiden, wenn es eure Berufung ist und wenn ihr wirklich Hilfe am Menschen leisten möchtet. Nicht nur wegen dem Blaulichtfahren oder den Einsatzfahrzeugen.

Wo gibt es für WienerInnen Möglichkeiten, Erste-Hilfe-Kurse zu absolvieren?

Es gibt in Wien verschiedene Möglichkeiten, einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren. Bei privaten Rettungsorganisationen und auch bei uns kann man Erste-Hilfe- oder 16-Stunden-Erste-Hilfe-Kurse machen. Die sind definitiv empfehlenswert, Ersthelfer sind sehr wichtig für uns am Notfallort.

Was würdest du jedem/r MitbürgerIn empfehlen?

Ich würde den Mitbürgerinnen und Mitbürgern ans Herz legen, einen 16-Stunden-Erste-Hilfe-Kurs zu machen. Den bietet jede private Rettungsorganisation in Wien an und wir auch. Einfach weil es für uns teilweise das Um und Auf ist, einen qualifizierten Ersthelfer vor Ort zu haben.

Kümmert sich Wien um seine BürgerInnen?

Definitiv. Gerade in der Öffentlichkeit, bei großen Einsätzen, wo viele verschiedene Institutionen zusammenarbeiten müssen, sieht man, wie Wien sich um die Bürgerinnen und Bürger kümmert. Die Stadt und die Zusammenarbeit funktionieren einfach und das 24 Stunden am Tag.