Vier Fragen an Therapiehundeführerin Gaby

Wie lange bist du als Freiwillige bereits tätig?

Ich habe vor ca. 5 Jahren als Freiwillige begonnen. Eine Krankheit hatte mich zuvor sehr zurückgeworfen. Ich hatte eine Krebserkrankung und das volle Programm durchgezogen: Chemo-, Strahlen- und Immuntherapie. Ich habe mir nur gedacht, wenn ich damit fertig bin, das alles geschafft und überstanden habe, dann hol ich mir einen Hund ins Haus. Er hat mir persönlich sehr weitergeholfen und mir vieles vereinfacht. Er hat mich in meinem ganzen Wesen verändert und mir das Gefühl gegeben, ich werde noch von anderen Menschen gebraucht. So hat das damals angefangen.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Eine große Voraussetzung ist der Wille. Der Wille zählt vor allem – man muss als Freiwilliger arbeiten wollen. Ansonsten braucht man auf jeden Fall Einsatzfreudigkeit, Teamfähigkeit und Freude. Freude an der Arbeit und auch an der Arbeit mit anderen Menschen. Aber natürlich auch mit Hunden, wie in dem Team, in dem ich arbeite.

Wie sieht die Ausbildung eines Therapiehundes aus?

Wir haben als Team zuerst die Hundeschule absolviert und dann natürlich auch die Prüfungen, damit eine Unterordnung funktioniert. Erst danach sind wir auf die Suche gegangen, für welche Tätigkeit mein Hund geeignet wäre.

Mit welchem Gefühl gehst du nach Hause?

Ich bin glücklich. Glücklich und zufrieden. Weil wir den Menschen etwas beibringen und etwas für sie verändern können. Die Abschiede sind herzlich, sie winken, wenn wir gehen. Sie winken sogar dem Hund – der kann auch zurückwinken, wenn er die Pfote hebt. Es steckt viel Emotion in dem Beruf, es ist eine Freude, nach getaner Arbeit zu wissen, ich habe den Job gut gemacht und die Menschen haben eine große Freude daran gehabt, mit uns zu arbeiten. Es ist für viele Menschen, zum Beispiel Menschen mit Demenz, nicht einfach. Aber wenn man auf sie zugeht, sich mit ihnen unterhält, sich auf sie einlässt und sich mit ihnen befasst, bekommt man so viel zurück. Das finde ich sehr wichtig. Besonders in einer Stadt, wo man miteinander leben muss, sollte man sich umeinander kümmern. Keiner sollte alleine dastehen.